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St. Peter und Paul

Aufgaben des Pfarrgemeinderates

Aus Pfarrgemeinderatssatzung des Erzbistum Köln

Pfarrgemeinderatssatzung.pdf 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

§ 2  Aufgaben des Pfarrgemeinderates

  1. Der Pfarrgemeinderat hat die Aufgabe, unter Wahrung der spezifischen Verantwortung des Pfarrers gemeinsam mit ihm und dem Pastoralteam das pastorale Wirken entsprechend den Herausforderungen im Seelsorgebereich so zu entwickeln und zu gestalten, dass die Kirche in den Lebensräumen und Lebenswelten der Menschen wirksam präsent ist.

  2. Der Pfarrgemeinderat wirkt an der Erarbeitung und Realisierung eines Pastoralkonzeptes mit, das in jedem Seelsorgebereich vom Pfarrer zu ver- antworten ist. Gemeinsam stellen Pfar- rer und Pfarrgemeinderat die pasto- ralen Herausforderungen fest und ent- wickeln Handlungsperspektiven und benennen Leitlinien, Schwerpunkte und Zielsetzungen des Pastoralkon- zeptes. Der Pfarrgemeinderat gibt dazu ein Votum ab. Danach entschei- det der Pfarrer über das Konzept und setzt es in Kraft. Das Pastoralkonzept wird regelmäßig überprüft und fortge- schrieben. Das Pastoralkonzept sowie dessen Fortschreibungen sind zu veröffentlichen. Das Pastoralkonzept beschreibt besonders Ziele und Um- setzungsschritte  einer  missionarischen Ausrichtung der Pastoral

    > durch die  ehrfürchtige und lebendige Feier der Liturgie
    > die unverkürzte und angemessene Glaubensverkündigung
    > die geisterfüllte und tatkräftige Caritas.

    Die Sorge um Jugend, Ehe und Familie findet dabei besondere Berücksichtigung.

  3. Bei der Wahrnehmung des Laienapostolates berät und beschließt der Pfarrgemeinderat unter Wahrung der Eigenständigkeit von katholischen Verbänden und Vereinigungen über das sozial- und gesellschaftspolitische Engagement im Seelsorgebereich ins- besondere in folgenden Handlungsfeldern:
    > Bildung, Erziehung und Kultur Ehe, Familie und Generationen
    > Migration, Integration und interreligiöser Dialog
    > Mission, Entwicklung, Frieden Umwelt und Bewahrung der Schöpfung
    > Kommunalpolitik

    Der Pfarrgemeinderat fördert die Mitwirkung von Gläubigen in öffentlichen und gesellschaftlichen Institutionen und Initiativen.

  4. In wichtigen Fragen der Pastoral ist der Pfarrer verpflichtet, den Rat des Pfarrgemeinderates einzuholen. Dies gilt z. B. für:
    > die Änderung der Pfarrorganisation
    > die Festlegung regelmäßiger Gottesdienstzeiten
    > die Konzepte für die Sakramentenpastoral
    > die künstlerische und liturgische Ausstattung der Kirche
    > das kirchenmusikalische Konzept in Absprache mit den kirchenmusikalisch Verantwortlichen
    > die Ausgestaltung und Förderung der Ökumene
    > das Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit
    > die Regelung zur Nutzung kirchlicher Versammlungsräume in Absprache mit dem Kirchenvorstand bzw. der Verbandsvertretung des Kirchengemeindeverbandes

  5. Nach der Abgabe des Votums des Pfarrgemeinderates entscheidet der Pfarrer über die Einrichtung und Größe von Ortsausschüssen. Der Pfarrgemeinderat entscheidet über die Einrichtung von Sachausschüssen und Projektgruppen und regelt die jeweilige Mitgliedschaft. Näheres ist im § 8 geregelt.

  6. Der Pfarrgemeinderat stellt fest, an welchen Orten und in welchen Einrichtungen, Verbänden und Vereinigungen, Gruppen und Projekten im Seelsorgebereich sich kirchliches Leben ereignet. Er trägt dafür Sorge, dass diese in geeigneter Weise untereinander vernetzt und an der Arbeit des Pfarrgemeinderates sowie der Orts- und Sachausschüsse beteiligt werden. Diese Vernetzung hat ein missionarisches Ziel: das christliche Leben in die Lebenswelten der Menschen einzubringen und durch ein glaubwürdiges Zeugnis die Menschen herauszufordern und für Christus und seine Kirche zu gewinnen.

  7. Der Pfarrgemeinderat fördert eine Kultur des Ehrenamtes. Insbesondere ermöglicht er die Qualifizierung und Weiterbildung für ehrenamtlich Tätige, um so die Charismen der Gläubigen zu entdecken und zu fördern.

  8. Der Pfarrgemeinderat initiiert und fördert die Kooperation mit den Gremien und Organisationen in anderen Seelsorgebereichen, auf der Ebene der Dekanate und des Erzbistums.

  9. Der Pfarrgemeinderat berichtet für die Besetzung der Pfarrerstelle dem Erzbischof über die Situation im Seelsorgebereich, die pastoralen Herausforderungen sowie das Pastoralkonzept des Seelsorgebereichs. Der Pfarrer kann vor der Besetzung von Stellen anderer Pastoraler Dienste im Seelsorgebereich das Stellenprofil mit dem Pfarrgemeinderat beraten und das Ergebnis an das Erzbischöfliche Generalvikariat weiterleiten.

  10. Der Pfarrgemeinderat stellt unter Bezug auf das Pastoralkonzept den Bedarf an finanziellen Mitteln im Bereich der Pastoral fest und meldet diesen beim Kirchenvorstand bzw. der Verbandsvertretung des Kirchengemeindeverbandes an (vgl. § 12).

  11. Der Pfarrgemeinderat berät und entscheidet über die Verwendung von Erlösen aus von ihm durchgeführten Festen und Aktionen und informiert den Kirchenvorstand bzw. die Verbandsvertretung des Kirchengemeindeverbandes.

 

 

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